Australien – Adelaide und Kangaroo Island

Von Perth ging es mit einem kurzen Inlandsflug nach Adelaide, der Hauptstadt von South Australia.
Adelaide an sich fand ich persönlich eher unspektakulär. Es war sogar so unspektakulär, dass ich auf der Stadtrundfahrt nicht mal ein Foto gemacht habe… tut mir leid…
Vermutlich ist die Stadt eher für Weinliebhaber interessant, denn in South Australia liegen etliche Weinregionen, z.B. Barossa, das unter Weinkennern vielleicht ein Begriff ist. Mich als absoluten Nicht-Weintrinker hat das aber nicht sonderlich interessiert. Deswegen gibt es von mir nicht viel zu Adelaide zu sagen, da meine Erinnerung an diese Stadt doch recht lückenhaft sind.

Ich habe mir nach der Sightseeing-Tour, die natürlich wieder anstand, dann ausnahmsweise noch ein schickes Abendessen im Hotel, ein „Dinner for One“ zum 30. Geburtstag, mit Blick auf die nächtlich beleuchtete Stadt gegönnt. Ist schon schön, wenn sich so ein Lichtermeer unter einem ausbreitet.
Sogar einen wirklich teuren Sekt hab ich getrunken. Alkoholausschank ist in Australien nur mit bestimmten Lizenzen möglich und daher teuer. In vielen Restaurants heißt es deswegen BYO „Bring your own“ und bedeutet genau das! Man geht in das Restaurant und bringt sich einfach seine eigenen alkoholischen Getränke mit (Bier, Wein, etc.), ein kleines Korkgeld ist allerdings für Gläser und das ggf. öffnen der Flasche zu entrichten. Softdrinks können vor Ort gekauft werden.

Adelaide – Kangaroo Island

Am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen, denn es stand eine Tagestour nach Kangaroo Island auf dem Programm.
Kangaroo Island, Australiens drittgrößte Insel, liegt ca. 16 km vor der Küste der Fleurieu-Halbinsel und ist ein wahres Tierparadies.

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Blick der Fähre auf das australische Festland

Nach einer mäßig langen Fahrt erreichten wir Cape Jervis von wo aus uns die Fähre auf die Insel brachte.
Kangaroo Island ist recht dünn besiedelt und zum größten Teil unter Naturschutz.
Der Name ist allerdings etwas irreführend, denn auf Kangaroo Island gibt es kaum noch Kängurus, allerdings findet man viele der kleineren Wallabys.

Kangaroo Island – Seal Bay

Erster Anlaufpunkt auf der Insel war die Seal Bay, wo man eine große Seehundkolonie beobachten kann.

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Blick auf die Seal Bay (Kangaroo Island)

Schön war, dass unser Insel-Guide auch gleichzeitig Ranger war, so dass wir mit ihm direkt auf den Strand zu den Seehunden durften. Natürlich mit einem respektvollen Abstand. Ohne Ranger darf man nämlich nicht auf den Strand und muss warten bis einer Zeit hat.

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Seehund auf Kangaroo Island
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Seehund auf Kangaroo Island

Kangaroo Island – Remarkable Rocks

Nach den Seehunden ging es weiter zu den „Remarkable Rocks“, eine der Hauptattraktionen auf der Insel. Es kommt wohl kaum jemand, der Kangaroo Island besucht an den „Rocks“ vorbei.

Da fährt man nichtsahnend an der Küste entlang und in der Ferne taucht eine kleine Felsformation auf.
Joa, ein bisschen merkwürdig sieht es aus, aber so von weitem noch nicht wirklich beeindruckend. Aber je näher wir dem Stein kamen, umso mehr staunte ich.
Die Remarkable Rocks sind eine eine Gruppe von Granitbrocken die durch witterungsbedingte Erosion in z.T. bizarre Skulpturen geformt wurden. Diese Felsen sitzen auf einer Granitkuppe die sich steil aus dem Ozean ragt.
Das Terrain ist nicht besonders groß, deshalb muss man sich diese Felsen leider mit vielen anderen Touris teilen.

Die riesigen Felsen sind teilweise unten ausgehöhlt und ein kleines geologisches Wunder. Bei einigen zweifelte ich ernsthaft an der Schwerkraft.
Eisenoxyde und Flechten lassen den grauen Felsen orange leuchten.

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Remarkable Rocks
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Remarkable Rocks

Kangaroo Island – Admirals Arch

Die nächste Station auf unserer Tour über die Insel, war der sogenannte „Admirals Arch“. Der Bogen wurde über die Jahrhunderte durch die Erosion der starken Brandung natürlich geformt und mutet leicht seltsam an.
Dieses Gebiet ist auch die Heimat einer Kolonie von Neuseeländischen Pelzrobben.

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Neuseeländische Pelzrobbe

Mit den Robben näherte sich unsere Rundfahrt auch schon wieder dem Ende. Zurück ging es durch das Landesinnere, welches weitgehend durch Steppe und Eukalyptusbäume geprägt ist.

Kangaroo Island – Koalastop

In einem kleinen Eukalyptushain gab es dann noch einmal einen kurzen Stop. Unser Busfahrer/Tour-Guide/Ranger meinte mit einem Lächeln. „Hier gibt es Koalas, haltet die Augen auf.“ Und tatsächlich haben wir sie nach einem nicht mal 5-minütigen Spaziergang entdeckt.

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Koala-Mama mit Baby
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Sleeping Koala

Ich hatte mir das so gewünscht. Koalas und Kängurus in freier Wildbahn und nicht im Zoo zu sehen. Nach gerade mal 4 Tagen in Australien hatte ich beide schon gesehen. Und dazu noch so viel anderes. Besser kann es doch nicht mehr werden, oder? Der Großteil der Reise lag zu diesem Zeitpunkt schließlich noch vor mir.

Am späten Nachmittag verließen wir Kangaroo Island mit einer kleinen Propellermaschine und landeten wieder in Adelaide.

Als wir abends dann noch etwas essen wollten, kamen wir noch in den Genuss der australischen Mentalität. Wir wurden ja schon gewarnt, dass australische Restaurants auch mal früher Feierabend machen, wenn nichts los ist.
So standen wir um 19:30 Uhr vor verschlossener Tür und waren dezent perplex. Irgendwie hatten wir DAMIT dann doch nicht gerechnet.
Naja, der Supermarkt um die Ecke hatte Chips und Cola 😉

Am nächsten Tag ging es dann auch schon wieder weiter nach Melbourne.

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