Der Banff Nationalpark – Meine Highlights

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Der Banff Nationalpark – Meine Highlights

2018-12-09T13:51:28+00:0009. Dezember 2018|Amerika, Kanada, Roadtrip|2 Kommentare

Der Banff Nationalpark liegt ebenso wie der Jasper Nationalpark im Bundesstaat Alberta und ist wohl der bekannteste Nationalpark in den kanadischen Rocky Mountains. Wer auf seinem Roadtrip durch Kanadas Westen in die Rockies fährt, für den gehört der Banff Nationalpark einfach zu den „Must-Sees“ dazu. Natürlich konnte ich mir den Nationalpark auch nicht entgehen lassen und habe dort einige Tage verbracht. Gleichzeitig war der Banff Nationalpark auch die letzte Station auf meinem Roadtrip, bevor ich den Camper in Calgary wieder zurückgeben musste.

Übernachten im Banff Nationalpark

Mit dem Camper habe ich mir für die Übernachtungen im Banff Nationalpark einen Campground gesucht. Viele der Campgrounds im Park waren zum Zeitpunkt meiner Reise bereits geschlossen, so dass die Auswahl etwas eingeschränkt war. Da für mich die Anfahrt aus Richtung Jasper erfolgte, hatte ich mich für den Lake Louise Campground entschieden. Von hier hatte ich einen guten Ausgangspunkt für die Erkundung der Umgebung und kurze Strecken zu den Sehenswürdigkeiten rund um Lake Louise

Lake Louise

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Banff Nationalpark ist wohl der Lake Louise. Der Gletschersee liegt einfach traumhaft und ist wegen seiner Kulisse sehr beliebt. Je nach dem wann du zum See fährst kann es auf dem dortigen Parkplatz auch etwas sehr voll werden. Besser ist es hier entweder in den Morgen- oder in den Abendstunden vorbei zu kommen.

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Lake Louise Panorama

Um den Lake Louise gibt es außerdem einige sehr schöne Wanderwege in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Am See entlang führt ein einfach Weg, der immer wieder schöne Ausblicke auf den See gewährt und den du, wenn du Lust und Zeit hast bis zu den „Plain of six Glaciers“ folgen kann. Mich hatten an diesem Tag ein wenig die Kräfte verlassen, weswegen ich dem Weg nur von einem Ende des Sees bis zum anderen gegangen und dann wieder umgekehr bin, aber ich hatte zuvor auch schon den Weg zum Lake Agnes Tea House hinter mich gebracht.

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Wanderung entlang des Lake Louise

Lake Agnes Tea House

Wer am Lake Louise etwas Zeit mitgebracht hat, dem kann ich den „Aufstieg“ zum Lake Agnes sehr empfehlen. Der Wanderweg beginnt am Lake Louise und führt von dort immer weiter nach oben. Die erste Etappe geht zum Mirror Lake. Auf der Wasseroberfläche spiegelt sich sonst der Big Beehive, bei mir war der See bereits zugefroren, so dass sich hier leider nichts gespiegelt hat. Trotzdem ist es ein schöner Platz um einmal durchzuatmen, bevor es auf die nächste Etappe hinauf zum Lake Agnes geht.

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Mirror Lake mit dem Big Beehive

Unterwegs geben die Bäume immer wieder wunderschöne Ausblicke auf die umliegende Landschaft frei. Schon allein dafür lohnt sich der Aufstieg.

Die letzten Meter bis zum Lake Agnes überwindet man über Treppen und dann taucht auch schon das süße Tea House am Ufer des Lake Agnes vor einem auf. Das Tea House ist wirklich traumhaft gelegen und deswegen (leider) auch sehr beliebt.

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Lake Agnes

Da alle Lebensmittel, die dort verkauft werden den langen Weg bis zum Tea House zu Fuß hinauf getragen werden müssen sind die Preise recht ordentlich. Im ersten Moment war ich da etwas erschrocken… Außerdem kann nur Bar bezahlt werden. Darauf solltest du dich einstellen, wenn du hier etwas trinken möchtest. (Ich hatte gerade mal $7,00 dabei, das reichte dann für eine Limo…)

Für die Kaffeetrinker unter euch: Es ist ein Teehaus und sie haben dort keinen Kaffee. Nicht das du den weiten Weg nach oben machst und dann enttäuscht bist, weil es keinen Kaffee gibt.

Vom Lake Agnes gibt es mehrere Wege, die einen (irgendwann) wieder zurück zum Lake Louise bringen. Wer Spaß am Wandern und die entsprechende Kondition hat, der kann zum Beispiel noch den Big Beehive erklimmen oder die große Runde bis zum „Plain of the six Glaciers“ machen. Bei mir hat die Kondition leider an diesem Tag nicht mehr mitgespielt, weswegen ich den kürzesten Weg zurück zum Lake Louise genommen habe.

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Ausblick auf dem Weg zurück zum Lake Louise

Moraine Lake

Der Moraine Lake ist wohl eine der beliebtesten Attraktionen im Banff Nationalpark. Das merkt man vor allem daran, dass der kleine Parkplatz oft schon morgens wegen Überfüllung geschlossen wird. Dann hast du nur noch die Chance mit dem Shuttlebus zum See zu gelangen.

Der See liegt wirklich malerisch im Valley of the Ten Peaks. Die 10 Berggipfel um den See verleihen ihm sein wundervolles und berühmtes Panomara.

Ich hatte in der Touristen-Info den Tipp gekommen, dass ich am Besten ganz früh (zwischen 06:00 Uhr und 07:00 Uhr) dort hoch fahren sollte, um noch einen Platz zu bekommen. Also bin ich an diesem Tag um 05:00 Uhr früh aufgestanden und durch die Dunkelheit direkt zum See hochgefahren. Ich dachte wirklich ich wäre früh dran, aber auf dem Parkplatz war trotz der frühen Stunde schon einiges los.

Wie wir dann so frierend bei -3 Grad am See stand, habe ich auch erfahren warum schon so viele Leute mit riesen Kameraequipment dort herumstanden und sich um die besten Plätze bemühten. Der Sonnenaufgang am See sollte etwas ganz Besonderes sein.

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Dick eingepackt bei -3 Grad am Moraine Lake

So standen wir alle in der Kälte in der Morgendämmerung und warteten gespannt auf den Sonnenaufgang. Und tatsächlich war es ein ganz besonderes Erlebnis, als sich die Sonne langsam hervor schob und die Spitzen der Berge rings um den See in rotes Licht tauchte. Das ich das miterleben durfte, war zwar nicht geplant, aber ich bin sehr froh, dass ich es sehen durfte.

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Der Moraine Lake bei Sonnenaufgang

Ich hatte mir einen schönen Platz am Seeufer gesucht um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Vom Parkplatz aus gibt es allerdings auch noch einen ca. 10-minütigen Fußweg zu einem Aussichtspunkt, von dem aus du das Panorama noch aus einer anderen perspektive genießen kannst.

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Der Moraine Lake vom Aussichtspunkt aus

Johnston Canyon

Die letzte Station für mich im Banff Nationalpark war der Johnston Canyon. Ich wäre auch sehr gerne den Bow Valley Parkway gefahren, leider war dieser zum Zeitpunkt meiner Reise teilweise gesperrt, so dass ich auf den Highway ausweichen musste. Wer den Bow Valley Parkway fahren kann, der sollte das aber tun, denn er bietet definitiv die landschaftlich schönere Strecke.

So konnte ich nur die Abzweigung zum Johnston Canyon nehmen, der direkt am Bow Valley Parkway liegt. Der Johnston Canyon ist eine Schlucht in der sich ein Wasserfall an den nächsten reiht. Wer also Wasserfälle mag, der ist hier genau richtig.

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Der Weg entlang des Johnston Canyon

Der Weg, der die Schlucht entlang führt ist recht leicht zu begehen und bringt dich nach ca. 1,0 km zu den Lower Falls. Auf dem Weg dorthin kannst du allerdings schon einige kleine Wasserfälle betrachten.

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Lower Falls

Noch einmal 1,5 km weiter die Schlucht hinauf befinden sich die Upper Falls. Es lohnt sich auf jeden Fall auch bis zum Aussichtspunkt am oberen Ende des Wasserfalls zu gehen und nach unten in die Schlucht zu schauen.

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Upper Falls

Wie bei allen Sehenswürdigkeiten gilt auch hier, wer früh da ist, muss sich den Weg nicht mit so vielen Menschen teilen. Ich war gegen 9:30 Uhr am Parkplatz und hatte den Weg ganz für mich alleine.

Banff

Zu guter Letzt war ich noch im Städtchen Banff, das mir perönlich allerdings nicht so gut gefallen hatte. Der Ort hat bestimmt auch einiges zu bieten, aber für mich war es einfach nichts. Daher habe ich nur einen kurzen Abstecher zu den Bow Falls gemacht und bin danach weitergefahren.

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Bow Falls

Meine letzte Nacht vor der Abreise verbrachte ich dann auf einem Campingplatz in Canmore, wo ich am nächsten Tag noch einmal einen wunderschönen Sonnenaufgang bestaunen durfte, bevor es nach Calgary ging, um den Camper abzugeben.

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Sonnenaufgang in Canmore

Das waren meine Highlights im Banff Nationalpark. Warst du dort auch schon unterwegs? Was waren deine Highlights?

 

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2 Kommentare

  1. schwertiontour 10/12/2018 um 19:18 Uhr - Antworten

    Früh aufstehen hat sich ja mal sowas von gelohnt! Großartiges Bild mit den beleuchteten Berggipfeln, Kerstin. Auch die anderen Fotos machen richtig Lust auf den Banff NP. Warum war der Bow Valley Pkwy gesperrt ?
    VG, Schwerti

    • Kerstin 11/12/2018 um 06:33 Uhr - Antworten

      Hallo Schwerti 🙂
      Ja, so im nachhinein kann ichs wirklich nur empfehlen mit dem frühen Aufstehen am Moraine Lake. Hätte ich es gewusst, hätte ich es auch auf jeden Fall gemacht, so war es ein wirkliche Überraschung für mich. Wobei ich nicht weiß, ob das ein Phänomen, das man nur im Herbst beobachten kann oder ob es das immer gibt. Es war jedenfalls wunderschön.

      Der Bow Valley Parkway war wegen Fahrbahnsanierungen gesperrt, wenn ich das auf dem Schild richtig verstanden hatte… Das war sehr schade, aber da kann man einfach nichts machen.

      Liebe Grüße
      Kerstin

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