Hongkong – Der Tian Tan Buddha

Gerade einmal 48 h hatte ich in Hongkong bevor meine Reise weiterging. Doch was macht man, wenn man in einer solch quirligen Stadt nur so wenig Zeit hat?

Ich habe im Vorfeld viel gelesen und versucht die Sehenswürdigkeiten, die mir persönlich am wichtigsten waren in meinen Aufenthalt zu packen.

Bereits relativ zu Anfang meiner Planungen stand jedoch eins für mich fest: Ich möchte unbedingt den Big Buddha sehen, der sich auf Lantau Island befindet.

Der Tian Tan Buddha – Eine Fahrt mit der Ngong Ping 360

Es gibt einige Wege, wie man zum Big Buddha kommt. Zum Beispiel habe ich gehört, dass die Busfahrt dorthin auch sehr schön sein soll… (ich wollte eigentlich auf dem Rückweg den Bus nehmen, aber ich blindes Huhn hab die Bushaltestelle irgendwie verpasst…).

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Ngong Ping 360 Seilbahn zum Tian Tan Buddha

Eine der wohl interessantesten Möglichkeiten ist die Fahrt mit der Gondel, der Ngong Ping 360, für die ich mich dann auch entschieden habe. Hier hat man sogar die Wahl zwischen einer normalen Gondel und einer mit Glasboden, so dass man die Landschaft unter sich auch noch bestaunen kann. Ob man das braucht? Keine Ahnung, aber die waren schon recht beliebt.

Wer sich für die Gondel entscheidet, der sollte sich allerdings wirklich auf Wartezeiten einstellen. Ich war zwar relativ früh da, habe aber trotzdem fast 1,5 Stunden angestanden bevor ich mein Ticket kaufen konnte. Trotzdem hat es sich für mich gelohnt. Mit der Gondel schwebt man dann über die grüne Landschaft von Lantau Island und lässt das quirlige Hongkong einfach hinter sich. Irgendwie kann man es gar nicht so recht glauben, dass sich hinter den grünen Hügeln tatsächlich eine solche Touristenattraktion befinden soll.

Der Tian Tan Buddha – Ngong Ping Village

Nach einer Fahrzeit von (ich glaube) einer halben Stunde ist man dann tatsächlich da. Schon aus der Gondel heraus sieht man den Big Buddha in der Ferne auf einer Erhebung thronen. Auch wenn das Wetter an diesem Tag nicht ganz so mitspielen wollte und die grauen Wolken mir einiges der Sicht nahmen war ich schon von diesem ersten Anblick sehr beeindruckt.

Steigt man oben aus der Gondel, geht es erstmal in den obligatorischen „Andenkenladen“, nur dass es hier nicht nur ein Laden ist, sondern ein ganzes kleines Dörfchen. Hier gibt es hauptsächlich Andenken und Restaurants. Wer das nicht braucht, der sieht am besten zu, dass er ganz ganz schnell das Dörfchen über die Hauptstraße wieder verlässt. Da es bei mir durch das lange Anstehen schon fast Mittag war, habe ich mir ein Essen in einem der Restaurants gegönnt bevor ich mich auf den Weg zum Buddha und zum Kloster gemacht habe.

Der Tian Tan Buddha – Das Po-Lin-Kloster

Der weitere Weg führt einen dann über einen Platz, der von Statuen gesäumt wird. Jede dieser Statuen sieht anders aus und hält eine andere Waffe in der Hand. Viele der Touristen eilen hier einfach nur vorbei, aber ich finde, es lohnt sich auch diesen Kunstwerken ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Gerade weil sie alle so individuell sind.

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Statue auf den Weg zum Tian Tan Buddha
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Statue auf den Weg zum Tian Tan Buddha

Bevor es dann allerdings für mich zum Buddha ging, habe ich noch einen Abstecher zum Po-Lin-Kloster gemacht, welches ebenfalls für die Öffentlichkeit freigegeben ist. Um dorthin zu kommen, läuft man erst einmal an der Treppe vorbei, die zum Buddha führt und folgt einem kleineren Pfad bis zum Kloster.

Schon von draußen hört man hier das Gemurmel der Mönche. Das Kloster hat so seine ganz eigene, ruhige Stimmung, trotz der vielen Menschen die sich hier tummeln.

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Po-Lin-Kloster

Der Tian Tan Buddha

Auf der einen Seite wollte ich die Ruhe des Klosters noch etwas länger auskosten, auf der anderen Seite wollte ich nun aber doch endlich zum eigentlich Grund meines Besuches hier kommen. Der Tian Tan Buddha, oder wie er umgangssprachlich genannt wird, der Big Buddha.

Der Tian Tan Buddha ist tatsächlich eine der fünf größten Buddha-Statuen Chinas. Bis 2011 war die Statue sogar die größte freistehende Statue in sitzender Haltung (oder sollte es heißen freisitzende Statue??).

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Der Tian Tan Buddha und jede Menge Stufen

Schon vom Fuß der Treppe aus ist die Bronzestatue äußerst beeindruckend. Es ist echt der Wahnsinn, was hier von Menschenhand gebaut wurde.

Wer sich den Buddha aus der Nähe ansehen möchte (und das sollte man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen!), der muss zuerst die 268 Stufen erklimmen. Am Besten tarnt man seine Verschnaufpausen damit, dass man ein Foto macht, oder die Aussicht bestaunt. Oder man beobachtet sie Leute, die lustige Verrenkungen machen um dem Buddha ein „High Five“ zu geben. Einer wäre fast die Treppe wieder hinter gepurzelt…

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Der Tian Tan Buddha

Oben angekommen kann man erst einmal verschnaufen und mit in den Nacken gelegten Kopf diese riesige Statue betrachten. Von unten sah sie ja schon groß aus, aber so direkt vor einem ist sie echt riesig.

Der Buddha sitzt auf einer Lotusblüte. Unterhalb davon endet die Treppe an einer Plattform, auf der man die Statue einmal umrunden kann. Hier oben ist man aber nicht nur dem Buddha ganz nah, sondern hat auch einen wunderbaren Ausblick (bei schönem Wetter ist er bestimmt noch viel schöner).

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Umrundung der Plattform mit Ausblick
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Lantau Island
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Das Po-Lin-Kloster

Nach der Umrundung des Buddha geht es natürlich die ganzen Stufen wieder hinunter. Aber das ist lange nicht so anstrengend wie hinauf.

Auf dem Rückweg gab es dann noch ein paar freilaufende Kühe und als hätte ich es perfekt getimed fing es dann auch erst an zu regnen, als ich wieder in der Gondel saß. Trotzdem konnte ich noch einen letzten, wolkenverhangenen Blick auf den Buddha werfen, bevor er hinter den Bergen verschwand.

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Der Tian Tan Buddha in seiner ganzen sitzenden Pracht
Für mich hat sich der Ausflug zum „Big Buddha“ wirklich gelohnt, auch wenn er deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als geplant war. Warst du auch schon einmal in Hongkong und hast du dabei vielleicht auch einen Ausflug zum Tian Tan Buddha gemacht? Dann schreib es mir doch einfach in den Kommentaren. Ich würde mich freuen.

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