Roadtrip Der Westen Kanadas – Meine Route von Vancouver nach Calgary in 3 Wochen

Ganze 3 Wochen war ich im Westen Kanadas unterwegs. Meine Route führte mich von Vancouver über einen kleinen Abstecher nach Vancouver Island bis nach Calgary. Insgesamt habe ich auf dieser Strecke 3.500 km zurückgelegt, die fantastischer nicht hätten sein können. Der Westen Kanadas bietet eine unglaubliche und wundervolle Natur und natürlich ganz besondere Tierbegegnungen.

Ich konnte mir auf Vancouver Island einen lang gehegten Traum erfüllen und nicht zuletzt bin ich auf einer der schönsten Straßen der Welt durch die Rocky Mountains gefahren.

Tag 1 + 2: Vancouver

Von Frankfurt am Main ging es mit einem Direktflug von Air Canada nach Vancouver.

Da man aber am Ankunftstag den gebuchten Camper so oder so nicht abholen kann, habe ich die ersten 2 Tage in Vancouver verbracht und mir die Stadt angeschaut.

Sehr gut geht das natürlich mit dem HopOn-HopOff Bus, der einen durch die ganze Stadt fährt.

Unter anderem habe ich mir den Stanley Park, das Aquarium und der Vancouver Lookout auf dem Programm. Was ich sonst noch so gesehen habe, das kannst du in meinem Beitrag “Sehenswürdigkeiten in Vancouver” noch einmal nachlesen.

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Vancouver

Infos zur Strecke

  • Flug: Frankfurt/Main nach Vancouver  

  • Aktivitäten: Hop-On Hop-Off Bus, Aquarium

  • Sehenswürdigkeiten: Stanley Park, Aquarium, Gastown, Lookout

  • Übernachtung: Hotel Sandman City Centre Vancouver

Tag 3: Von Vancouver nach Qualicum Bay – Vancouver Island

Tag 3 war dann endlich Tag der Camper-Übernahme, so dass der Roadtrip endlich losgehen konnte.

Von der Übernahmestation in Delta ging es auf direktem Wege zum Fähranleger in Tsawwassen und von dort mit der Fähre hinüber nach Vancouver Island.

Nach der Überfahrt stand nur noch der erste große Einkauf auf dem Plan und dann wurde es auch schon Zeit für die erste Nacht im Camper.

Ziel des Tages war schließlich der Campground in Qualicum Bay, der mich noch mit einem der traumhaftesten Sonnenuntergänge belohnte die ich je gesehen habe.

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Sonnenuntergang in Qualicum Bay

Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 106 km (Vancouver Delta bis nach Qualicum Bay)

  • Fähre: Tsawwassen nach Duke Point (Vancouver Island)

  • Sehenswürdigkeiten: Sonnenuntergang in Qualicum Bay

  • Übernachtung: Qualicum First Nation Campground

Tag 4: Von Qualicum Bay nach Telegraph Cove

Der Tag begann, dank frühem Aufstehen, mit einem wunderschönen Sonnenaufgang. Heute musste “nur” die Strecke bis nach Telegraph Cove bewältigt werden.

Einen kleinen Zwischenstopp habe ich dann noch bei den Elk Falls eingelegt. Von dort aus ging es immer weiter nach Norden. Bis zum Ende der Welt… oder so ähnlich.

Auf dem letzten Stück des Weges war ich mir dann auch nicht mehr so sicher, ob dass hier noch richtig wäre, bis sich schließlich doch der kleine Ort Telegraph Cove vor mir ausbreitete.

Der Campground war bis auf zwei Wohnwagen völlig verlassen und so hatte ich freie Platzwahl mit wunderbarem Ausblick auf den Ort und die Bucht.

Am Abend gab es dann wieder einen gigantischen Sonnenuntergang und einen kurzen Spaziergang durch das Örtchen.

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Telegraph Cove

Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 328 km

  • Sehenswürdigkeiten: Elk Falls, Telegraph Cove

  • Übernachtung: Telegraph Cove Marina & RV Park

Tag 5: Whale Watching in Telegraph Cove

Es war der Tag, auf den ich mich wohl schon im Voraus am meisten gefreut habe. Heute sollte es zum Whale Watching gehen (für mich im übrigen der x-te Versuch einmal Buckelwale zu sehen). Mit dem kleinen Boot, mit insgesamt nur 20 Passagieren an Bord, ging es hinaus auf Wasser. Und tatsächlich haben sich die Wale diesmal wirklich nicht lange bitten lassen.

Alles über dieses unglaubliche Erlebnis kannst du in meinem Beitrag “Whale watching auf Vancouver Island” noch einmal nachlesen.

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Buckelwal beim Fressen

Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 0 km

  • Aktivitäten: Whale Watching Tour

  • Sehenswürdigkeiten: Buckelwale, Seelöwen, Delphine

  • Übernachtung: Telegraph Cove Marina & RV Park

Tag 6: Von Telegraph Cove nach Ucluelet

Heute ging es auf den längsten Streckenabschnitt der Reise. Von Telegraph Cove im Nord-Osten von Vancouver Island wollte ich in einem Rutsch bis nach Tofino im Süd-Westen der Insel fahren.

Auf dem Weg gab es wieder einige schöne Stops, z.B. die Qualicum Falls und die riesigen Bäume des Cathedral Grove (MacMillan Provincial Park).

Alles super soweit, doch in Tofino angekommen hatte ich das Gefühl direkt in die Zombie-Apokalypse geraten zu sein. Nach der Einsamkeit in Telegraph Cove gab es hier einen kilometerlangen Stau und Gestalten mit zerzausten Haaren, die mit Backpacks im Sonnenuntergang über die Straße irrten. Für mich ein richtiger Schock…

Alle Campgrounds waren bereits voll, bis ich schließlich auf dem Ucluelet Campground gelandet bin. Hier gab es gerade noch so einen Campesite für mich. Ohne alles, dafür aber mit Nachbarn, die mir quasi auf dem Schoß saßen. Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde hatte ich keine andere Wahl, aber alles in allem war das wohl der schrecklichste Abend meiner Reise….

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Cathedral Grove

Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 517km

  • Sehenswürdigkeiten: Qualicum Falls, McMillan Provincial Park

  • Übernachtung: Ucluelet Campground

Tag 7: Von Ucluelet nach Nanaimo

Am Abend zuvor war bereits die Entscheidung gefallen vom eigentlichen Plan abzuweichen und Vancouver Island früher zu verlassen. Ucluelet, und besonders der Campground, haben mir so überhaupt nicht gefallen und ich wollte einfach nur diesen Ort verlassen.

Damit aber der lange Weg hierher nicht vollkommen umsonst war, ging es bereits am frühen Morgen zum Wild Pacific Trail Loop, den ich ganz für mich alleine hatte. Danach noch ein Stop im Pacfic Rim Nationalpark und ein kurzer Walk auf den beiden Rain Forest Trails, bevor es gegen Mittag wieder zurück nach Nanaimo ging, von wo aus ich am nächsten Tag mit der Fähre zurück aufs Festland fahren wollte.

Den Tag im Pacific Rim Nationalpark kannst du in meinem Beitrag „Vancouver Island – Der Pacific Rim Nationalpark“ noch einmal nachlesen.

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Rain Forest Trail

Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 246 km

  • Sehenswürdigkeiten: Wild Pacific Trail, Pacific Rim Nationalpark, Rain Forest Trails

  • Übernachtung: Living Forest Oceanside Campground & RV Park

Tag 8: Von Nanaimo nach Whistler

Mit der ersten Fähre ging es zurück aufs Festland und von der Horseshoe Bay direkt auf den Sea to Sky Highway. Hier ist wirklich der Weg das Ziel. Der Highway führt an mehreren superschönen Spots vorbei, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Bei den Brandywine Falls musste ich allerdings die ganze Zeit an „Herr der Ringe“ denken.

Aufgrund der vielen Stops auf der Strecke war an diesem Tag in Whistler Ende, wo es mich dann auf einen sehr schicken (und auch sehr teuren) Campground verschlug.

Was du alles auf dem Sea to Sky Highway sehen kannst, kannst du auch noch einmal in meinem Beitrag „From the Sea to the Sky – Der Highway 99“ nachlesen.

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From the Sea to the Sky

Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 124 km

  • Fähre: Departure Bay (Vancouver Island) – Horseshoe Bay

  • Sehenswürdigkeiten: Shannon Falls, Sea to Sky Gondola, Brandywine Falls

  • Übernachtung: Riverside RV Resort Whistler

Tag 9: Von Whistler zu den Nairn Falls

Bevor es an diesem Tag weiterging, habe ich mir noch ein paar Stunden in Whistler gegönnt.

Das Städtchen ist meiner Meinung nach allerdings nicht so wirklich spannend und die Gondeln hatten ein paar Tage zuvor ihren Betrieb für die Saison eingestellt.

Da das Parkticket für den ganzen Tag allerdings schon gelöst war habe ich eine Alternative gesucht und sie in einer Wanderung um den “Lost Lake” gefunden. Die Wanderung ist nicht besonders schwierig und bei top Wetter eine schöne Sache. Allerdings sollte man auch etwas Vorsicht walten lassen. Whistler ist Bärengebiet und es kann schon passieren, dass da einer mal über den Weg läuft. Singen und Klatschen hilft aber gegen Bärenbegegnungen. Wer also ebenfalls ein bisschen schiss hat, der kann sich gerne, so wie ich, zum Horst machen und singend und klatschend durch die Gegend laufen.

Am Nachmittag ging es dann nur noch eine kurze Strecke bis zu den Nairn Falls auf einen wunderschönen, sehr einfach gehaltenen Campground (die Sanitäranlagen bestehen hier nur aus einem Plumpsklo).

Den wunderbaren Abschluss des Tages bildete dann noch ein ca. einstündiger Spaziergang zu den besagten Nairn Falls mit ganz bezaubernden Lichtverhältnissen.

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Lost Lake

Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 48 km

  • Sehenswürdigkeiten: Whistler, Olympische Ringe, Lost Lake, Nairn Falls

  • Übernachtung: Nairn Falls Campground

Tag 10: Von den Nairn Falls nach McLure

Der Plan für diesen Tag sah eigentlich vor bis nach Clearwater zu fahren, um am nächsten Tag den viel gepriesenen Wells Grey Provincial Park zu erkunden. Aber wie das manchmal eben so mit Plänen ist, man muss sie auch mal über den Haufen werfen können. Ein bisschen flexibel bleiben und so…

Der Plan sah schon vor, so früh wie möglich an den Joffre Lakes zu sein und dort ein bisschen zu wandern. Dass das ganze zu einer 5-Stunden-Wanderung ausartet konnte ja keiner ahnen. Und so machte ich mich dann auch ohne Essen und Wasser auf den Weg vom Lower Lake zum Middle Lake und weil es wirklich eine mega schöne Wanderung ist und ich garnicht genug davon bekommen konnte bin ich auch noch das letzte Stück bis zum Upper Lake gelaufen. Ich kann es eigentlich wirklich nur empfehlen, auch wenn der Weg etwas anstrengend ist, es lohnt sich. Die Landschaft und vor allem die Seen sind einfach nur wunderschön. Aber nimm auf jeden Fall etwas zu trinken und zumindest einen Snack mit auf die Wanderung!

Der “Zeitplan” war danach allerdings dahin. Aber genau dafür hat man ja einen Camper, oder? Ich fuhr also an diesem Tag noch bis zum Sonnenuntergang und landete schließlich in dem Örtchen “McLure”. Der Campground besticht mit deiner Lage zwischen Highway und Bahnlinie jetzt vielleicht nicht gerade durch seine ruhige Lage, aber es war ja nur für eine Nacht und Ohropax habe ich sowieso immer dabei.

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Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 320 km

  • Sehenswürdigkeiten: Joffre Lakes

  • Übernachtung: Pinegrove Campground McLure

Tag 11: Von McLure zum Mount Robson

Nach einer etwas kurzen Nacht (aufgrund der Züge in der Nacht) war ich schon früh wieder „on the road“ um das letzte Stück der Strecke bis zum Wells Gray Provincial Park zu fahren.

Eigentlich wollte ich hier eine Reittour durch den Park machen, leider geht das aber erst ab 2 Personen. Da steht man alleine natürlich etwas dumm da.

Also bin ich nur zu dem Spahats Falls und danach zu den Helmcken Falls gefahren. Zwei wunderschöne Wasserfälle.

Mein Tag im Wells Gray Provincial Park findest du in meinem Beitrag „Unterwegs im Wells Gray Provincial Park

Mehr durch Zufall habe ich dann kurz vor der Abenddämmerung auch noch den wunderschönen Mount Robson Shadows Campground mit Blick auf den Mount Robson zum Sonnenuntergang. Traumhaft!

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Mount Robson im Sonnenuntergang

Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 419 km

  • Sehenswürdigkeiten: Wells Gray Provencial Park, Spahats Falls, Helmcken Falls

  • Übernachtung: Mount Robson Shadows Campground

Tag 12: Vom Mount Robson nach Jasper

Heute sollte es nur eine kurze Etappe werden. Vom Mount Robson bis nach Jasper. Dabei verließ ich dann auch British Columbia und setzte meinem Weg in Alberta fort.

Das Highlight des Tages war meine Wanderung zum Kinney Lake. Dabei handelt es sich im die erste Etappe des berühmten Berg Lake Trail, für den mir dann aber die Zeit gefehlt hatte.

In Jasper habe ich mir dann noch eine Fahrt mit der Skytram gegönnt und den Blick über das Tal genossen, bevor es auf den Whistlers Campground ging um ein bisschen mit den Hirschen zu „kuscheln“

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Ausblick über Jasper

Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 120 km

  • Sehenswürdigkeiten: Kinney Lake, Jasper Skytram

  • Übernachtung: Whistlers Campground Jasper

Tag 13: Jasper und Umgebung

Der Tag begann etwas trübe, doch davon wollte ich mich nicht abhalten lassen. Für heute stand der Maligne Lake  auf dem Programm und so ging es (mal wieder) zu früher Stunde vom Campingplatz los in Richtung des Sees. Bereits nach wenigen Kilometern hatte sich das frühe Aufstehen gelohnt, dann am Straßenrand standen zwei Autos mit Warnblinkanlage. Ein sicheres Zeichen für eine Tiersichtung. Und tatsächlich brach dann auch kurz nachdem ich angehalten hatte ein riesiger Elch aus dem Unterholz und querte direkt hinter meinem Camper die Straße. Auf der Strecke habe ich dann während der Weiterfahrt noch zwei weitere Male Elche gesehen. Die Maligne Lake Road kann ich also nur empfehlen.

Auf dem Weg zum Maligne Lake fährt man außerdem noch ein gutes Stück am Medicine Lake vorbei, der mich etwas enttäuscht hatte, da er so gut wie kein Wasser mehr führte. Wenigstens klarte es etwas auf, wenn auch nur kurz.

Am Ende der Maligne Lake Road liegt dann der Maligne Lake, diesen kann man erwandern oder mit dem Boot fahren und natürlich das kleine Bootshaus fotografieren.

Mehr über den Maligne Lake und den Medicine Lake findest du in meinem Bericht: Der Jasper Nationalpark – Meine Highlights  

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Camper am Medicine Lake

Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 111 km

  • Übernachtung: Whistlers Campground Jasper

  • Sehenswürdigkeiten: Medicine Lake, Maligne Lake, Elche

Tag 14: Jasper und Umgebung – Die Wildlife Tour

Aufgrund des eher bescheidenen Wetters, und weil der Wetterbericht sagte „Morgen wird besser“, hatte ich mich dazu entschieden noch einen Tag länger in Jasper zu bleiben und erst am nächsten Tag den Icefields Parkway zu fahren. Schließlich wollte ich diesen richtig genießen und nicht bei Schnee und Eis die Straße entlang schlingern.

Also hatte ich noch einen ganzen Tag ungeplant Zeit für Jasper und Umgebung.

In der Annahme mit einer geführten Tour eventuell doch noch in den Genuss einer Bärensichtung zu kommen, habe ich kurzerhand eine Wildlife Tour gebucht (auf den Plakaten prangt ja schließlich ein großes Bärenportrait)…. Nunja, die Tour war nett, aber aus dem fahrenden Bus heraus die Landschaft zu beobachten und zu rufen, wenn man ein Tier entdeckt hat, das hätte ich auch noch selbst hinbekommen, dafür hätte ich keine Tour gebraucht. Bären gab es keine zu sehen und ich war alles in allem ein wenig enttäuscht. Würde ich so wahrscheinlich nicht mehr machen.

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Hirsch auf der Wildlife Tour

Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 72 km

  • Übernachtung: Whistlers Campground Jasper

  • Aktivitäten: Wildlife-Tour

  • Sehenswürdigkeiten: Wildlife

Tag 15: Von Jasper nach Lake Louise

Nun sollte es endlich auf den Icefields Parkway gehen. Die Wettervorhersage war einigermaßen  gut und so ging es schon früh am Morgen los. Die Straße war eines meiner Highlights auf meiner Tour. Ich hatte hierfür einen ganzen Tag eingeplant und den sollte man sich auch wirklich gönnen um zumindest ein paar der unendlich vielen natürlichen Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Für mich waren es z.B. die Athabasca Falls, die Sunwapta Falls, das Columbia Icefield Discovery Center. Ab der Hälfte der Strecke wurde das Wetter allerdings so schlecht, mit Schneesturm und glatter Fahrbahn, dass ich ab dort eigentlich nur froh war, als ich endlich wieder unten war. Ausversehen war mein letzter Stop an diesem Tag, dann aber doch noch ein Glücksgriff. Der Bow Lake sah einfach wunderschön aus im Schnee. Trotzdem habe ich mich danach auf schnellstem Wege zum Campground in Lake Louise auf gemacht.

Alles über meinen Aufenthalt auf dem Icefields Parkway erfährst du in meinem Bericht: Traumstraße Kanadas – Der Icefields Parkway

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Panorama Icefields Parkway

Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 247 km

  • Übernachtung: Lake Louise Campground

  • Sehenswürdigkeiten: Icefields Parkway, Athabasca Falls, Sunwapta Falls, Bow Lake

Tag 16: Lake Louise und Umgebung

Ein Tag in und um Lake Louise war natürlich auch im großen „Masterplan“ für diese Reise berücksichtigt.

Noch viel mehr als der Lake Louise interessierte mich allerdings der Moraine Lake. Von diesem hatte ich schon vor der Reise so viele tolle Bilder gesehen. Allerdings ist es eben sehr schwierig hier mit dem eigen PKW oder Wohnmobil hin zu kommen, aber die Parkplätze sehr beschränkt sind und die Straße dann gesperrt wird.

Auf Empfehlung der netten Dame in der Touristeninformation hieß es als an diesem Morgen früh aufstehen. Der Wecker klingelte bereits um 05:00 Uhr. Im stockfinsteren rollte ich dann vom Campingplatz und war dadurch so früh am Moraine Lake, dass es für mich noch einen Parkplatz gab. Ein netter Nebeneffekt war, dass ich so sogar noch einen wunderschönen Sonnenaufgang am See miterleben durfte. Bei -3 °C war es allerdings auch verdammt kalt dort.

Um mich aufzuwärmen und weil mich natürlich auch der Lake Louise interessierte ging es vom Moraine Lake dann auch weiter zu diesem. Mit der Wanderung zum Lake Agnes Teahouse hatte ich dann an diesem Tag auch genug zu tun.

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Moraine Lake

Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 36 km

  • Übernachtung: Lake Louise Campground

  • Sehenswürdigkeiten: Moraine Lake, Lake Louise, Lake Agnes Teahouse

Tag 17: Lake Louise und der Icefields Parkway

Nach zwei sehr frostigen und teilweise sehr schneereichen Tagen, begrüßte mich dieser Tag wieder mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen über Null. Es war somit der perfekte Tag um noch einmal ein Stück des Icefields Parkway zurück zu fahren und noch einmal die schöne Natur bei Sonnenschein zu genießen.

Bei schönstem Wetter bin ich somit wieder zum Columbia Icefield Discovery Center gefahren und habe mir dort eine Eintrittskarte für den Glacier Skywalk gekauft. Für mich war es eine wirklich lohnende Tour und ich würde es wohl jederzeit wieder machen.

Zurück vom Skywalk habe ich mir dann auf dem Icefields Parkway noch gemütlich Zeit genommen um die Aussichtspunkte, die ich wegen des „Schneesturms“ bei meiner ersten Fahrt ein paar Tage zuvor nicht besuchen konnte (einige habe ich schlichtweg nicht gefunden), abzufahren. Unter anderem natürlich auch den wunderschönen, blauen Peyto Lake.

Danach ging es zufrieden und glücklich wieder zum Campingplatz in Lake Louise, von wo aus es am nächsten Tag wieder weiter Richtung Calgary gehen sollte.

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Peyto Lake

Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 265 km

  • Übernachtung: Lake Louise Campground

  • Sehenswürdigkeiten: Glacier Skywalk, Peyto Lake, Icefields Parkway

Tag 18: Von Lake Louise nach Canmore

Es hieß Abschied nehmen von Lake Louise und die letzte volle Etappe auf dem Roadtrip durch den Westen von Kanada angehen. Der Plan war es eigentlich am heutigen Tag den landschaftlich angeblich sehr reizvollen Bow Valley Parkway im Banff-Nationalpark zu fahren… aber die Ausfahrt war wegen Straßenarbeiten gesperrt und so blieb mir nur die Möglichkeit auf dem Highway 1 zu fahren. Die Zufahrt zum Johnston Canyon war allerdings glücklicherweise geöffnet. Dieser lag aus meiner Richtung am Ende des Bow Valley Parkway und ist meiner Meinung nach auf jeden Fall einen Besuch wert.

Hier gab es noch einmal eine schöne und nicht allzu schwere Wanderung den Johnston Canyon entlang mit vielen wundervollen Wasserfällen. Wer genug Zeit hat kann die Gegend auch auf weiterführenden Wanderungen erkunden. Leider ist es kein Rundwanderweg, so dass man den gleichen Weg wieder zurück „muss“ den man gekommen ist. Bei der schönen Aussicht war das aber gar nicht so schlimm.

Nach dieser letzten schönen Wanderung gab es noch einen klitzekleinen Abstecher nach Banff. Wobei ich sagen muss das mir persönlich das Städtchen nicht wirklich gefallen hatte, so dass es dann auch wirklich bei einem sehr kurzen Besuch an den Bow Falls geblieben ist.

Mehr zu meinem Tag im Banff-Nationalpark findest du in meinem Beitrag Der Banff-Nationalpark – Meine Highlights

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Wasserfall im Johnston Canyon

Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 114 km

  • Übernachtung: Spring Creek Campground Canmore

  • Sehenswürdigkeiten: Johnston Canyon, Banff Hotel, Bow Falls

Tag 19: Canmore nach Calgary

An meinem letzten Tag ging es von Canmore aus nur noch das letzte Stück des Highways entlang bis nach Calgary, wo ich meinen Camper an der Abhol- und Rückgabestation des Vermieters abgab.

Mit dem Shuttleservice waren auch die allerletzten Kilometer bis zum Flughafen schnell überwunden und dann hieß es Abschied nehmen.

Glücklich, voller unglaublicher Eindrücke und mächtig stolz auf mich selbst, auf das was ich alles in diesen 3 Wochen geschafft habe, stieg ich schließlich in den Flieger und trat meine Heimreise an.

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Der letzte Morgen in Kanada

Infos zur Strecke

  • Gefahrene Strecke: 124 km

  • Flug: Calgary nach Frankfurt/Main

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