Teneriffas Nord-Westen

Teneriffa ist wirklich eine Reise wert. Als ich meine Reise dorthin gebucht hatte konnte ich mit der Insel eigentlich nicht wirklich viel anfangen, aber je mehr ich darüber gelesen habe umso mehr habe ich mich darauf gefreut dort eine Woche zu verbringen. Insgesamt waren es 7 super Tage, in denen mich besonders die Landschaft Teneriffas begeistert hat.

Für zwei Tage hatte ich mir einen Mietwagen besorgt um Teneriffa auf eigene Faust zu erkunden. Natürlich kann man in dieser Zeit nicht die gesamte Insel sehen (also man könnte schon, aber eben eher so huschhusch und das wollte ich nicht). Da mein Hotel an der Costa Adeje lag habe ich mir den Nord-Westen Teneriffas vorgenommen.

Teneriffas Nord-Westen – Los Gigantes

Fährt man von der Costa Adeje in Richtung Norden kommt man schon nach kurzer Zeit in das Örtchen Los Gigantes. Hier hat man einen tollen Blick auf die für diese Küste so charakteristischen steilen Felswände. 

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Los Gigantes

Von hier aus schlängelt sich dann auch eine Straße hinauf ins Teno-Gebirge. Auf dieser Straße sollte man aber auf jeden Fall noch einmal anhalten und einen Blick zurück werfen, denn von dem erhöhten Punkt aus hat man einen tollen Blick über Los Gigantes und die Felsen.

Teneriffas Nord-Westen – Der Weg nach Masca

Von Los Gigantes aus führt die Straße ins Teno-Gebirge bis nach Santiago del Teide. Fast am Ende des Ortes zweigt eine schmale, unauffällige Straße nach links ab (ich bin natürlich erstmal daran vorbei gefahren). Früher war das ein Eselpfad, und das sieht man der Straße auch an. Die Serpentinen sollte man langsam angehen, da die Straße schmal ist und man immer mit Gegenverkehr rechnen muss (besonders übel sind hier die riesigen Touribusse). Ein Trick den ich dabei gelernt habe ist, vor jeder Kehre hupen, damit die Entgegenkommenden schonmal wissen, dass da was kommt. Mit meinem kleinen Seat Ibiza hatte ich hier nicht so große Probleme, aber je Größer das Fahrzeug umso schwieriger wird es hier.

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Teno-Gebirge

Die spektakuläre Fahrt lohnt sich allerdings. Immer wieder tuen sich wunderschöne Ausblicke über das Gebirge auf, bis man schließlich den kleinen Ort Masca erreicht. Wer gerne wandert, der kann von hier aus die tolle Wanderung durch die Masca-Schlucht bis hinunter zum Meer beginnen.

Nicht-Wanderer können auch einfach die Aussicht genießen und dann weiterfahren.

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Blick auf Masca

Teneriffas Nord-Westen – Garachico

Garachico ist ein kleiner Ort im Nord-Westen Teneriffas. Die vielen kleinen Häuschen sind auf einer halbkreisförmigen, schwarzen Zunge aus Vulkanstein angeordnet und ist bekannt für seine natürlichen Meerwasserbecken. Schon von weitem sieht man die mit Wasser gefüllten Schwimmbecken und es ist ein ganz besonderes Erlebnis dort zu baden. Immer wieder schwappt frisches Meerwasser dort hinein, die aus Entstanden sind diese Becken aus der ausgekühlten Lava. Ist wirklich sehr zu empfehlen und sehr schön anzusehen.

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Natürliche Meerwasserbecken von Garachico

Leider kommen sehr viele Leute auf die gleiche Idee und es ist extrem schwierig dort einen Parkplatz zu finden. Das sollte man auf jeden Fall mit einplanen oder einen längeren Fußmarsch in Kauf nehmen.

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Garachico von oben

Teneriffas Nord-Westen – Icod de los Vinos

Letzte Station auf meiner Tour im Nord-Westen von Teneriffas war Icod de los Vinos. Der Ort ist unter anderem bekannt für seine Weine. Also wer Wein mag, für den ist der Ort wohl eine Besichtigung wert.

Aber Icod ist nicht nur für seinen Wein bekannt. Hier steht auch ein besonders alter Drachenbaum. Der Draco milenario, der tausendjährige Drachenbaum. Er wird zwar als tausendjähriger Drachenbaum bezeichnet, aber eigentlich weiß niemand wie alt er wirklich ist, denn der Drachenbaum ist kein richtiger Baum sondern ein Liliengewächs und entwickelt dementsprechend auch keine Jahresringe. Und so wird sein Alter auf 500 bis 6.000 Jahre geschätzt. Naja, irgendwo dazwischen wird wohl die Wahrheit liegen ^^.

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Der tausendjährige Drachenbaum

Eigentlich ist es auch relativ egal wie alt er wirklich ist, mit seinen knapp 15 m Höhe ist er in jedem Fall sehr beeindruckend. Rund um den „Baum“ wurde der Parque del Drago errichtet in dem man neben dem Draco milenario auch noch weitere einheimische Pflanzen bestaunen kann. Wer den Park nicht besuchen möchte, aber den Drachenbaum gerne sehen will, der kann auch vom Paseo vor der Kirche San Marco einen kostenlosen Blick auf ihn werfen. Der Weg ist auch ausgeschildert, sonst hätte ich den riesigen Baum wohl nicht gefunden.

Neben dem Drachenbaum gibt es in Icod auch ein Schmetterlingshaus, das ich unglaublich gerne besucht hätte. Leider stand ich vor verschlossenen Türen, da gerade neue Schmetterlinge eingesetzt wurden. Schade, vielleicht beim nächsten Mal.

Abstecher in den Nord-Osten Teneriffas – Playa de las Teresitas

Eigentlich wollte ich mir auch den Nord-Osten Teneriffas ansehen, nur leider habe ich mich in La Laguna so dermaßen verfahren (Miss Orientierung lässt wiedermal grüßen…), dass es letztendlich nur noch für einen kurzen Abstecher in das Fischerdörfchen San Andrés gereicht hat. Mein Ziel hier war der Playa de las Teresitas. Der Strand ist etwas besonderes auf Teneriffas, denn er wurde mit Sand aus der Sahara aufgeschüttet. Die Menschen kommen manchmal wirklich auf sehr seltsame Ideen… Damit der mühevoll angekarrte Sand nicht mit der Zeit wieder im Meer verschwindet wurde eine Mole versenkt, die das verhindern soll.

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Playa de las Teresitas

Trotzdem ist der Stand wirklich ein wunderschöner Anblick. Besonders wenn man von einem erhöhten Punkt aus darauf schaut. Sehr schön geht das, wenn man ein Stück der Straße ins Anaga-Gebirge folgt.

 

Das war meine Tagestour im Nordwesten Teneriffas, ich hoffe es hat dir gefallen. Warst du auch schon einmal auf Teneriffa? Dann freue ich mich, wenn du mir in den Kommentaren davon erzählst.

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2 Comments

  • Hallo Fräulein K.
    Schöne Bilder von den schönsten Ecken der Insel.
    Falls du dich nochmal nach La Laguna traust, dann schau vorher mal meine Website an. Da habe ich eine Menge Geheimtrips zusammengestellt – und es werden ständig mehr.
    Liebe Grüße
    gerardo aus Teneriffa

    • Hallo Gerardo!
      Danke für den Tipp 🙂 Da schaue ich bei dir auch mal vorbei.
      Es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich nach Teneriffa geflogen bin und ich denke ich werde mich auch noch einmal nach La Laguna trauen ^^ Ist ja nicht das erste Mal, dass ich mich verirre 😉 Das passiert mir ständig in allen Ecken der Welt ^^

      LG Kerstin

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