Weißer Zuckerstrand, türkisblaues Meer und die Ruinen einer Tempelstadt. Genau so habe ich mir die Ruinen in Tulum vorgestellt. Irgendwie ein bisschen kitschig, dachte ich mir, aber ich hatte schon so viele Fotos im Internet gesehen, dass ich dort unbedingt hin musste.

Tulum liegt ca. 130 km von Cancún entfernt und von dort aus kann man auch ganz einfach eine Tagesausflug buchen.

Wusstest du eigentlich, dass der ursprüngliche Name der Tempelstadt Zama war? Dies bedeute so viel wie „Morgenröte“. Die Stadt der Maya liegt direkt am Meer und von hier sah man jeden Morgen die Sonne aufgehen.

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Ruinen in Tulum

Tulum – Die Maya-Ruinen am Meer

Von meinem Hotel aus waren es nichtmal 5 Minuten Fahrt bis zum großen Parkplatz. Von dort konnte man sich entscheiden ob man den restlichen Weg laufen möchte oder doch lieber den Transfer nutzt. Ich habe mich dazu entschieden zu laufen und nach einem gemütlichen 15 minütigen Spaziergang war ich auch schon am Eingang zu den Ruinen.

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Casa del Cenote

Die Ruinen werden durch einen Eingang in der Stadtmauer betreten und ein bisschen ist es, als würde man eine andere Welt betreten. Vor mir breitet sich eine riesige Rasenfläche mit einigen Gebäuden aus.

Hat ein bisschen was von einem Golfplatz war da zugegeben mein erster Gedanke.

Kein bisschen Schatten, dazu strahlend blauer Himmel. Wer sich die Ruinen ansehen möchte sollte sich auf jeden Fall eine Kopfbedeckung und Sonnencreme mitnehmen.

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Casa de las Columnas

Tulum – El Castillo

Schon vom Eingang in die Tempelstadt aus sieht man das große Gebäude, das sich auf dem höchsten Punkt der Anlage befindet. El Castillo ist eins der berühmtesten Bauwerke von Tulum. Durch die Bauart dachten die Spanier, als sie Tulum 1518 entdeckten, dass es sich um eine Festung handelt. Tatsächlich ist es aber ein Tempel mit mehreren Ebenen, der direkt wunderschön über dem Meer thront. Der Blick auf das Meer ist von hier einfach sagenhaft.

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Direkt am Meer, auf dem höchsten Punkt des Areals steht das Castillo

Tulum – Von Postkarten und Zuckerstränden

Folgt man dem Weg, der hoch zum Castillo und um das Bauwerk herum führt, kommt man schließlich zum Rand der Klippen. Hier gibt es eine Holztreppe, die nach unten zum feinen Sandstrand führt. Wer seine Schwimmsachen dabei hat, kann sich hier am Fuß der Ruinen in die Wellen stürzen. Normalerweise ist hier wohl auch mächtig was los, aber am Tag meines Besuchs war der Strand aufgrund des starken Wellengangs gesperrt. So leer bekommt man die Treppe und den Strand eher selten.

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Treppe zum Karibikstrand

Ich wollte sowieso nicht baden, deswegen war die Enttäuschung bei mir auch sehr gering, aber der Blick auf den Strand und die Küstenlinie war schon wirklich schön.

Aber einen noch schöneren Blick hat an, wenn man dem Weg (und leider auch den Menschenmengen) noch ein Stück folgt. Denn am Ende bekommt man DEN Blick!

Es ist fast schon etwas ZU kitschig. Der kleine Tempel, ein blauer Himmel mit ein paar Dekowolken und dazu das türkisblaue Wasser. Einen Moment stand ich einfach nur staunend da. Das kann einfach nicht echt sein. Doch ist es! Dabei dachte ich immer die Bilder, die ich bisher gesehen hatte schummeln. 

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Templo del Dios de los Vientos

Der Templo del Dios de los Vientos ist neben dem Castillo das wohl beliebteste Fotomotiv. Die ganze Komposition ist einfach ein perfektes Postkartenmotiv und ich habe in der Zeit in der ich die Aussicht genossen habe viele „Ah ’s“ und „Oh ’s“ gehört.

Auch den Temple del Dios de los Vientos kann man umrunden, wobei man an einen zweiten Strand kommt. Auch dieser war aber aufgrund des Wellengangs geschlossen und damit schön leer. Von hier hat man einen schönen Blick auf den kleinen Tempel und auch auf El Castillo.

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Templo del Dios de los Vientos

Die Ruinen am Meer haben für mich einfach einen ganz besonderen Charme. Nicht umsonst ist Tulum eine der meistbesuchte Maya-Stätten auf Yucatán. Wer Yucatán auf seinen Reisen besucht, der sollte Tulum auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Es lohnt sich wirklich! 

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Blick auf das Castillo

Tulum – Überraschungsbesucher

Auf dem Weg zum Ausgang gab es tatsächlich ein schattiges Plätzchen, wo ich mich kurz auf einen Stein setzen konnte um etwas zu trinken. Und dann raschelte es plötzlich hinter mir im Gebüsch. Du kannst dir vorstellen was ich für Augen gemacht habe als ich mich umgedreht habe und hinter mir eine ganze Familie von Nasenbären aus den Büschen getapst kam.

Die Tiere waren extrem zutraulich, da sie wohl sehr an die vielen Touristen gewöhnt sind. Es war wirklich eine schöne Überraschung, die mich so ganz unerwartet traf. 

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Nasenbär

Ein Besuch in Tulum

Der Eintrittspreis ohne Führung liegt bei $ 65,00. Man kann sich auch vor Ort noch für eine Führung anmelden, aber eigentlich braucht man das nicht wirklich. 

Wenn man den Spaziergang auslassen möchte und lieber mit der „Bahn“ zum Eingang fahren möchte, diese Fahrt kostet $20,00. Das muss aber jeder für sich entscheiden. Ich fand den Weg eigentlich ganz nett. Und man kommt auch noch mit anderen netten Leuten ins Gespräch.

Öffnungszeiten: Du kannst die Ruinen täglich von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr besichtigen

Zeitplanung: Das Areal ist nicht so groß und man kann es in einer guten Stunde gemütlich abgehen ohne sich zu hetzen. Am Besten versucht man auch so früh wie möglich zu den Ruinen zu kommen. Zum einen ist es dann noch nicht so heiß, zum anderen sind die Touren noch nicht da und es ist nicht so voll.

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Blick auf die Karibikküste

Warst du schon einmal in Tulum und hast diese wundervollen Ruinen am Meer ebenso bestaunt wie ich?

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