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Ich gebe zu, ich bin nicht die Sportlichste. Trotzdem habe ich in den letzten Jahren das Wandern mehr und mehr für mich entdeckt. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich in meinem Urlaub auch das Aktive brauche.

Bevor ich nach Teneriffa geflogen bin habe ich mich natürlich auch informiert, was man denn so alles auf der Insel machen kann. Ein Kollege aus der Arbeit hat mir dann die Masca-Schlucht sehr ans Herz gelegt.

Masca-Schlucht - Teno-Gebirge

Ausblick auf das Teno-Gebirge

Masca-Schlucht – Die Anfahrt

Eine Tour durch die Barranco de Masca gehört wohl zu den schönsten Wanderungen auf Teneriffa, deswegen wollte ich sie auch unbedingt machen.

Ich hatte mich dann dazu entschieden eine geführte Tour zu machen. Das hatte den Vorteil, dass ich nicht irgendwie von meinem Hotel bis zum Startpunkt und vom Endpunkt wieder zum Hotel kommen musste.  Start und Ende sind nämlich nicht identisch (außer man läuft die Schlucht wieder nach oben, wenn man unten angekommen ist). So wurde ich früh morgens direkt am Hotel abgeholt und es ging Richtung Teno-Gebirge, welches sich im Nord-westen von Teneriffa befindet.

In Santiago del Teide zweigt die Straße nach Masca von der Hauptstraße ab und schlängelt sich in engen Serpentinen immer weiter in das Teno-Gebirge hinein. Die Straße ist ziemlich eng und wird auch von den großen Reisebussen benutzt. Teilweise wirklich nichts für schwache Nerven. Aber der Ausblick ist dafür auch wunderschön. Zwischendurch gibt es auch immer wieder Haltebuchten, von denen aus man gefahrlos auch ein paar Fotos machen kann.

Schließlich erreicht man den kleinen Ort Masca. Hier liegt auch der Einstieg in die Schlucht. Die Fahrzeuge können auf einem großen Parkplatz abgestellt werden.

Masca-Schlucht - Blick auf die Schlucht

Blick auf die Masca-Schlucht

Masca-Schlucht – Der Abstieg

Bevor es schlussendlich in die Schlucht hinab ging, haben wir uns erst einmal in einem kleinen Café noch einen frisch gepressten Orangen-Zitronen-Saft gegönnt. Lecker! Sowohl die Orangen also auch die Zitronen (die die Größe kleiner Melonen hatten) waren direkt vor Ort geerntet. Danach ging es dann endlich los in die Schlucht. Unsere Gruppe bestand aus gerade mal 5 Personen plus unserer supernetten Führerin Petra. Alles in allem als eine sehr gemütliche und überschaubare Gruppe.

Masca-Schlucht - Wanderweg

Wanderweg

Hat man den Einstieg in die Schlucht erstmal gefunden (und ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn alleine gefunden hätte), geht es eine ganze Weile auf einem schmalen, aber gut sichtbaren Pfad recht steil nach unten. Wir haben zwischendurch immer mal wieder angehalten und unsere Führerin Petra hat uns die verschiedenen Pflanzen gezeigt, die in der Masca-Schlucht wachsen. Viele davon sind zudem auch giftig und man sollte besser die Finger davon lassen. Trotzdem war es sehr interessant die verschiedenen Pflanzen zu sehen.

Masca-Schlucht - Blick zurück

Der Blick zurück durch die Schlucht

Nach dem ersten Abstieg stößt man am Fuß der Schlucht auf einen kleinen Bachlauf, dem man ab diesem Zeitpunkt bis zum Meer folgt.

Wir waren durch unsere frühe Abfahrt natürlich auch sehr früh in der Schlucht und hatte somit noch unsere Ruhe, bevor ganze Horden von wanderbegeisterten Touristen über Masca hereinfallen. Die Masca-Schlucht ist sehr beliebt und es ist hier eigentlich immer etwas los.

Während der Wanderung lohnt sich auch immer wieder der Blick zurück. Denn erst dadurch wurde mir die ganze Größe dieser Schlucht bewusst. Rechts und links ragen die hohen, steilen Felsen auf. Hach, ich liebe sowas einfach. Die Schlucht verläuft in einem Zickzack, so dass man den Ausgangspunkt schnell aus den Augen verliert.

Masca-Schlucht - Mittagessen

Mittagspause umgeben von steilen Felsen

Masca-Schlucht – Ein bisschen Abenteuer gefällig?

Aber nicht nur den Ausgangspunkt verliert man aus den Augen. An manchen Stellen hätte ich wohl alleine nicht weiter gewusst. Der Weg führt teilweise mitten durch den Bach. Hier muss man aufpassen, dass man auf den nassen Steinen nicht ausrutscht und vollständig baden geht. An einer Stelle mussten wir durch eine kurze Felsröhre klettern. Rechts, links und über uns der Fels und unter uns das Wasser.

Masca-Schlucht - Felsen

Bizarre Felsen am Bachlauf

Dafür wurde man dann wieder mit wundervoll bizarren Felsformationen und unglaublich schönen Wasserspiegelungen belohnt. Interessant fand ich das klare, grüne Wasser des Baches.

Masca-Schlucht - Spiegelung

Spiegelung

Im Laufe des Abstiegs gab es neben der „Felsröhre“ dann auch noch Teilstücke, bei denen wir uns an einem Drahtseil an der Felswand entlang hangeln mussten bzw. manchmal gab es nichtmal das Drahtseil sondern nur den fußbreiten „Weg“ entlang der Felswand mit dem Wasser unter uns.

Hin und wieder kommt es auch vor, dass einem größere Felsbrocken den Weg versperren. Mit etwas Kletterei sind diese aber auch kein Problem. Notfalls einfach auf dem Hinterteil nach unten rutschen lassen. Das geht fast immer ^^

Masca-Schlucht - Elephant-Rock

Elephant-Rock

Ab einem gewissen Punkt hört man schließlich dann auch das Meer. Bis man es sieht dauert es allerdings dann auch noch einmal eine Weile. Jetzt heißt es nur nicht aufgeben, denn den größten Teil hat man schon hinter sich und die Alternative wäre alles wieder nach oben laufen…

Das letzte Stück ist dann auch vergleichsweise einfach. Die Schlucht weitet sich langsam immer mehr auf und mündet an einem Steinstrand und dem Meer.

Masca-Schlucht - Blick Schlucht

Am Ende der Masca-Schlucht, ein letzter Blick zurück

Masca-Schlucht – Die Rückfahrt

Am Ende der Schlucht erwartet einen das Meer und ein kleiner Bootsanleger. Hier kann man auch erfragen, wann das nächste Boot ankommt, dass einen aus der Bucht heraus und nach Los Gigantes bringt. Eine andere Möglichkeit die Bucht zu verlassen, außer natürlich die Schlucht wieder hinauf zu laufen, gibt es nämlich nicht. Das Ticket für das Boot sollte man sich besser schon im Vorfeld in Masca besorgen.

Masca-Schlucht - Bootsanleger

Anleger für das Boottaxi

Wer etwas länger warten muss, der kann die Gelegenheit nutzen und sich mit einem Sprung ins Meer abkühlen. Wir hatten Glück, unser Boot kam schon kurz nach unserer Ankunft am Strand und so ging es für uns recht schnell zurück nach Los Gigantes.

Und hier zeigte sich dann auch wieder der Vorteil einer geführten Tour. Denn wir konnten einfach zu dem Fahrzeug der Gruppe, die die Tour andersherum gemacht haben und in Masca dann unser Fahrzeug übernehmen.

Macht man es auf eigene Faust, dann muss man entweder morgens das Auto in Los Gigantes abstellen und dann mit dem Bus nach Masca fahren oder eben nach dem Abstieg um das Auto in Masca zu holen.

Masca-Schlucht - Los Gigantes

Los Gigantes

In Los Gigantes hat man dann noch einem fantastischen Blick auf die Steilküste des Nord-westlichen Teneriffas. Bis zu 500 m ist die Steilküste hoch und ist wirklich beeindruckend.

Masca-Schlucht – Fazit

Die Wanderung durch die Masca-Schlucht ist vermutlich nichts für Anfänger. Man sollte eine gewisse Trittsicherheit und Kondition mitbringen. Außerdem geht der permanente Abstieg auch auf die Knie, das sollte man bedenken. Ebenso wichtig ist auch das entsprechende Schuhwerk. Was man auch auf keinen Fall vergessen sollte sind ausreichend Wasser und Sonnenschutz, denn die Sonne scheint auch in der Schlucht ziemlich stark.

Mir hat die Wanderung unglaublich viel Spaß gemacht, auch wenn es super anstrengend war. Insgesamt haben wir eine Strecke von knapp 6 km und ca. 600 Höhenmeter bewältigt. Dafür haben wir dann auch knapp 4,5 Stunden (mit Mittagspause) gebraucht.

Meine Beine haben danach doch ein kleines bisschen gezittert und sehr viel weiter hätte ich wohl auch nicht gehen können. Außerdem hatte ich am nächsten Tag den Muskelkater meines Lebens.

Ich bin mächtig stolz, dass ich diese Tour trotz allem so gut bewältigt habe und würde es jederzeit wieder machen. Ein riesen Dankeschön geht an das Team von Wanderjule (https://www.wanderjule.com/) und besonders an unsere Führerin Petra die uns nicht nur sicher durch die Schlucht geführt hat, sondern uns auch noch all die unbekannten Pflanzen erklärt hat.

Das war mein Erlebnis in der Masca-Schlucht. Ich hätte keine bessere Entscheidung treffen können, als diese Wanderung mitzumachen. Warst du schon einmal in der Masca-Schlucht wandern? Wie hat sie dir gefallen?

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